Gulasch

Oma´s Gulasch

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Heute gibt´s die volle Ladung deftiges Soulfood. Kennt ihr das, wenn man mit einem Geschmack tolle Erinnerungen verbindet. Mir geht´s so bei einem richtig guten Gulasch – sofort werde ich zurückversetzt an Oma´s Küchentisch, wo man im fliegenden Wechsel Semmeln oder Gulaschsaft nach bekam, weil ja immer eines davon grade aus war. Ohne Gulaschsaft konnte man die Semmel nicht aufessen und ohne Semmel nicht den Gulaschsaft und so schmatzte man sich voran, bis das Völlegefühl endlich auch das Gehirn erreicht hatte und Gulaschsaft und Semmel dann hoffentlich synchron aufgegessen waren.

Nachdem ich eine große Lieferung Rindfleisch direkt vom Bauern in der Region von meinem Onkel erhalten habe, musste ich nun endlich Oma´s gut gehütetes Gulaschrezept ausprobieren. Der Clue dabei ist nämlich, dass man für dieses Gulasch keinen einzigen Zwiebel braucht und sich demnach auch eine größere Zwiebelschäl-Heulerei spart. Also los geht´s.

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Für 6 Portionen Gulasch braucht man:

  • 1,5 kg Gulaschfleisch vom Rind
  • 15 dag Röstzwiebel (und die sind eigentlich die Geheimzutat: schon geröstete Zwiebel, wie man sie beispielsweise als Beilage zu den beliebten IKEA-Hotdogs kennt. Die beste Einkaufsquelle im Raum Linz ist das Geschäft „Wigof“ in der Holzstraße)
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL scharfes Paprikapulver
  • 1 Gulaschwürfel
  • 1 EL Auinger´s Gemüsebrühenpulver
  • 1 gehäuften EL Majoran
  • 1 Knoblauchzehe (gepresst)
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Estragonsenf
  • 2 gehäufte EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • Rapsöl
  • 9 – 12 Semmeln (je nachdem wie man das mit dem synchron Aufessen drauf hat :-))

Gulasch

Vorbereitung: Das Rindfleisch in 4 cm große Würfel schneiden und vorher gut von Fett und Bindehaut befreien. Die übrigen Zutaten (außer Salz, Pfeffer, Öl und Semmeln :-)) in einer kleinen Schüssel zusammenmischen.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin anbraten bis fast keine blutige Stelle mehr zu sehen ist. Dann die vorbereiteten Gewürze dazu leeren, alles gut vermischen und im Anschluss ca. ½ Liter Wasser dazu geben und alles zugedeckt kochen lassen.

Wichtig ist jetzt, dass man alle paar Minuten gut umrührt, damit sich das Gulasch nicht am Boden anlegt. Circa ein halbe Stunde kochen lassen, dann einmal die Konsistenz kontrollieren und bei Bedarf etwas Wasser nachfüllen. Mit Salz, Pfeffer und Tomatenmark abschmecken.

Tipp: Am besten schmeckt das Gulasch, wenn es nochmal aufgewärmt wird. Es ist also perfekt für Einladungen, da man es am Vortag vorbereiten kann und es dann nochmals aufgewärmt sogar noch besser schmeckt.

 

Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

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